»Der Herr der Ringe III – Die Rückkehr des Königs«: Auf den Weg zur finalen Schlacht um Mittelerde machen sich die Angehörigen der Gemeinschaft des Rings, während sich Sam und Frodo Mordor nähern, um den Einen Ring eigenhändig zu zerstören. Doch nicht nur die Mannen Saurons erweisen sich als Hinderniss, auch der verschlagene Gollum hat durchtriebene Pläne. (Warner Bros. Pictures)
»Der Herr der Ringe III – Die Rückkehr des Königs« – 48 zusätzlichen Filmminuten, neue und erweiterte Szenen von Regisseur Peter Jackson, neu komponierte Filmmusik von Howard Shore und Hunderte neue digitale Effekte. Die letzte Schlacht um Mittelerde beginnt.
Von Gollum (Andy Serkis) geführt, setzen Frodo (Elijah Wood) und Sam (Sean Astin) ihren Weg zu den Feuern des Schicksalsbergs fort, um ihren Auftrag zu erfüllen und den Einen Ring zu zerstören. Aragorn (Viggo Mortensen) ist bemüht, seiner Bestimmung gerecht zu werden: Er führt seine zahlenmäßig unterlegenen Verbündeten in den Kampf gegen das ständig wachsende Heer des Dunklen Herrschers Sauron (Sala Baker), damit der Ringträger seine Mission vollenden kann.
In der erweiterten Spezialedition erschaffen Regisseur Peter Jackson, seine Darsteller und sein Team »Die Rückkehr des Königs«, den dritten und letzten Film der gefeierten »Der Herr der Ringe«-Trilogie, auf meisterhafte Weise noch einmal neu. Diese erweitere Fassung bietet neue Figuren, mehr Action und Abenteuer.
Wer »Der Herr der Ringe III – Die Rückkehr des Königs« noch nicht kennt, wird sich für das mitreißende Spektakel dieser legendären Geschichte ebenso begeistern wie die treuen Fans der Filmtrilogie, die das letzte Abenteuer in erweiterter Form umso intensiver erleben. Inhalt – Film: Auf den Weg zur finalen Schlacht um Mittelerde machen sich die Angehörigen der Gemeinschaft des Rings, während sich Sam und Frodo Mordor nähern, um den einen Ring eigenhändig zu zerstören. Doch nicht nur die Mannen Saurons erweisen sich als Hinderniss, auch der verschlagene Gollum hat durchtriebene Pläne.
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»Ein Film, sie zu knechten, sie alle zu finden, ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden«, oder hieß es nicht eher: »Ein Buch, sie zu knechten, sie alle zu finden, ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden«?; Nein, das war es auch nicht. Das mit dem Knechten übernimmt in »Der Herr der Ringe« nämlich der Ring und nicht das Buch oder der Film.
Und trotzdem, ähnlich dem einen Ring des titelgebenden »Herrn der Ringe«, hat es der Oxforder Literaturprofessor John Ronald Reuel Tolkien mit seinem dreibändigen Epos geschafft – seit seiner erstmaligen Publikation im Jahr 1954 – weltweit über 50 Millionen Leser an sein Werk zu binden. Keinem anderen ist es gelungen, eine derartig komplexe, lebendig wirkende Welt mit ihren Völkern, Ländern und einer in sich geschlossenen Geschichte, ja mit einer wirklich eigenen Identität zu schaffen wie Tolkien.
Schwer zu sagen, was das Faszinierendste an den Geschehnissen Mittelerdes ist. Und so sollte es an dieser Stelle genügen festzuhalten, dass das Buch in den Köpfen vieler Fans ein reges Eigenleben entfaltet und zahllose Epigonen gefunden hat. Die Liste derer, deren Filme und Bücher vom »Herrn der Ringe« beeinflusst wurde, ist sehr lang. Wollte man es verknappt ausdrücken, dann lässt sich Der Herr der Ringe mühelos als Mutter – pardon – Herr eines gesamten Genres bezeichnen: des Fantasy.
Alles was einen Anfang hat, besitzt auch ein Ende. Jede Geschichte hat eines. Manche großen Epen haben ein enttäuschendes Finale, manche erhalten einen würdigen Abschluss. Und zu Letzteren sollte man Peter Jacksons dritten Streich in Sachen »Der Herr der Ringe« getrost zählen dürfen.
Dass die Schauspieler nicht gut genug, die Spezialeffekte einige Wünsche offen lassen würden, brauchte man nach den beiden vorangegangenen Teilen wirklich nicht zu befürchten. Sie sind brillant. Deshalb war die spannendste Frage an »Die Rückkehr des Königs«, wie der neuseeländische Edel-Hobbit Jackson den von der Geschichte und den Handlungssträngen sicherlich komplexesten Part leinwandkompatibel aufbereiten würde.
Und so ist »Der Herr der Ringe III – Die Rückkehr des Königs« eine Geschichte geworden, die sich im Spannungsfeld gewaltiger Schlachten und großer Gefühle auf rund 200 Minuten entfaltet: Auf der einen Seite muss sich Aragorn nämlich endlich seiner königlichen Bestimmung stellen und alle Kräfte bündeln, um Saurons nervöse Suche nach dem einen Ring vom Ringträger abzulenken. Denn Frodo benötigt Zeit, um sich gemeinsam mit Sam und dem immer hinterhältiger agierenden Gollum an Minas Morgul und Kankra vorbei über die Ebene von Gorgoroth zu kämpfen und schließlich an jene Stelle zu gelangen, an der Elrond einst Isildur beim bitteren ersten Versuch, den Ring ins Feuer zu werfen, scheitern sah: den Schicksalsklüften. Dem Ort, an dem sich das Schicksal aller Beteiligten erfüllt.
Als Zuschauer wird man von diesem Film einem Wechselbad der Gefühle unterworfen. Auf der einen Seite darf sich der Zuschauer über drei großartig inszenierte Schlachten freuen, deren Wucht ihn erfreulicherweise ordentlich in den Kinosessel drückt. Andererseits verfolgt man Frodos immer drückender werdendes Leiden – und bekommt beinahe selbst Atemnot. Und dann ist da noch dieser lange schmerzhafte Abschied. Irgendwie beschleicht einen da das widerwillige Gefühl, dass sich am Ende nicht nur die Gefährten voneinander und teilweise aus Mittelerde verabschieden müssen, sondern auch man selbst.
Ob Peter Jackson nach gut sieben Jahren Beschäftigung mit Mittelerde tief in seinem Herzen ein Sadist geworden ist, wenn er gerade den Abschied so intensiv zelebriert? Mitnichten. Aber bestimmt einer, der sich mit der Schlacht auf dem Pelennor ein klein wenig vor einer anderen wunderbaren Trilogie verneigt: vor George Lucas’ ursprünglicher Sternensaga. Wenn die gewaltigen Olifanten vor Theodens fassungslosen Männern auftauchen, hat das etwas von den imperialen Kampfmaschinen AT ATs, die über die Rebellen auf dem Eisplaneten Hoth in »Das Imperium schlägt zurück« herfielen. Danke, Peter!
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