|
|
|
»Kritik der reinen Toleranz«, die neue Streitschrift von Henryk M. Broder, befasst sich mit dem Risiko, tolerant zu sein. Toleranz ist eine Haltung, mit der sich viele gerne schmücken: die Reichen gegenüber den Armen, die Starken gegenüber den Schwachen, die Heteros gegenüber den Homos. Wer es sich leisten kann, ist tolerant – besonders dann, wenn man selbst keine direkten Nachteile dadurch hat, denn es schmückt schließlich ungemein und trägt zu einem positiven Image bei!
Wenn aber so genannte »Ehrenmorde« als ganz normale Verbrechen gelten, wenn Terroristen zu »Widerstandskämpfern« deklariert werden, wenn ein Regierender Bürgermeister die Teilnehmer einer Sadomaso-Fete persönlich willkommen heißt und ein rechtskräftig verurteilter Kindermörder Prozesskostenhilfe bekommt, um einen Prozess gegen die Bundesrepublik führen zu können, weil ihm bei der Vernehmung Ohrfeigen angedroht wurden – dann wird Toleranz zu einem gesellschaftlichen Selbstmord auf Raten.
Unter solchen Bedingungen, so Henryk M. Broders provokative These, wird Intoleranz zur Pflicht und Tugend: Intoleranz gegenüber dem wohlfeilen Gutmenschentum, gegenüber totalitären Utopien – und gegenüber Menschen und Kulturen, die ihrerseits nichts von Toleranz halten.
(wjs verlag)
Bei der Lektüre dieses Buches könnte bei Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, der Eindruck entstehen, dass ich kein Anhänger der reinen Toleranz, sondern eher sogar bereit bin, der gezielten Intoleranz das Wort zu reden. Ihr Eindruck ist richtig. Ich halte Toleranz für keine Tugend, sondern für eine Schwäche – und Intoleranz für ein Gebot der Stunde. (Henryk M. Broder)
Henryk M. Broder hat uns allen sehr polemisch vorgehalten, dass wir vor den islamischen Fundamentalisten in die Knie gehen. Er hat recht, es ist so. Und das betrifft uns alle«. (Bruno Jonas, Kabarettist)
Henryk M. Broder ist oft polemisch und ohne Rücksicht auf political correctness, aber immer und abhängig und überraschend. (Helmut Marktwort, Focus)
Henryk M. Broder, geboren 1946 in Kattowitz, ist Journalist und schreibt für den Spiegel, die Weltwoche (Zürich), den Berliner Tagesspiegel u.a. Er ist Mitherausgeber des »Jüdischen Kalenders« und hat zahlreiche Bücher veröffentlicht, darunter »Der ewige Antisemit – Über Sinn und Funktion eines beständigen Gefühls« (1986), »Die Irren von Zion« (1998) und »Kein Krieg, nirgends – Die Dietschen und der Terror« (2002). Zuletzt erschienen sein Bestseller »Hurra, wir kapitulieren – Von der Lust am Einknicken« (2006) und »Kritik der reinen Toleranz« (2008). 2007 erhielt er für seine publizistischen Arbeiten den Ludwig-Börne-Preis, im September 2008 den Hildegard-von-Bingen-Preis. (wjs verlag)
» Amazon-Direktlinks: Alle Infos zu
Henryk M. Broder und
Kritik der reinen Toleranz
bei Amazon.de ansehen.
|