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Max Bill hat über Jahrzehnte hinweg zahlreiche Manuskripte zu Themen verfasst, die ihn beruflich als auch privat beschäftigen und interessierten. Etliche dieser zwischen 1945 und 1988 entstandenen Schriften und Vorträge beziehen sich auf Produkt- und Umweltgestaltung. In ihrer Summe manifestieren sie Bills Postulat, das sich hinter der Bezeichnung »die gute form« verbirgt. In der vorliegenden Publikation hat Jakob Bill die wichtigsten davon zusammengetragen: darunter bisher unveröffentlichte und abgelegen publizierte ebenso wie immer wieder zitierte Schlüsseltexte.
Ergänzt wird die 27 Beiträge umfassende und chronologisch aufgebaute Auswahl durch Abbildungen projektierter und ausgeführter Produktgestaltungen. Sie zeugen von Bills Streben nach der perfekten Symbiose zwischen Funktion, Form und Schönheit, werfen Fragen nach Konstanz und Veränderung auf, zeigen, dass der Teufel schon immer im Detail steckte, dass das Komplexe ohne die gestalterische Lösung für das banal alltägliche nicht denkbar ist. Und so ist die Frage »darf ein ofen : ein ofen sein?« ebenso bedeutsam wie die, nach der Grundlage und dem Ziel einer Ästhetik im Zeitalter des Maschinismus oder jene nach der gestalteten Umwelt in der Zukunft.
(Benteli Verlag)
Max Bill, geb. 1908 in Winterthur. Ausbildung zum Silberschmied an der Kunstgewerbeschule in Zürich, Architekturstudium am Bauhaus Dessau. Ab 1929 als Architekt, Künstler, Grafiker und Ausstellungsgestalter, später auch als Theoretiker, Publizist, Designer, Hochschuldozent und Politiker tätig. Erhält zahlreiche Preise, 1993 den Praemium Imperiale. Er stirbt 1994 in Berlin.
Jakob Bill (Hrsg.), geb. 1946 in Zürich, Sohn von Max und Binia Bill. Studium der Archäologie und Kunstgeschichte an der Universität Zürich, 1971 Promotion in Ur- und Frühgeschichte. Lebt als Künstler und Archäologe in Adligenswil bei Luzern. Seit 1996 Präsident der Max, Binia + Jakob Bill Stiftung sowie der Bill Stiftung.
(Benteli Verlag)
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