Manuela Vellés, Charlotte Rampling, Asier Newman, Nicolas Cazalé
»Caótica Ana«
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| Originaltitel |
Caótica Ana |
| Genre |
Comedydrama |
| Produktionsland/-jahr |
E 2007 |
| Produktion/Vertrieb |
Prokino (Fox) |
| Filmlänge |
116 Minuten |
| FSK-Altersfreigabe |
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| Kinostart |
27.11.2008 (KW 48/2008) |
| DVD-Veröffentlichung |
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SchauspielerInnen/ HauptdarstellerInnen
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Manuela Vellés Charlotte Rampling Asier Newman Nicolas Cazalé Raúl Peña Matthias Habich |
Regisseur(e)
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Julio Medem
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Manuela Vellés, Charlotte Rampling, Asier Newman, Nicolas Cazalé
»Caótica Ana«
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»Caótica Ana« ist eine poetische Parabel des Spaniers Julio Medem, der mit hypnotischer Macht einer jungen Malerin verstörende Visionen beschert, worin sie das Wesen der weiblichen Seele erkundet. Wie sein berühmter Landsmann Pedro Almodóvar dichtet Medem mehr denn je einen Frauenfilm, in dem er die Geschichte vieler Frauen und der sie hassenden Männer erzählt, als berauschendes Kunstfilmmelodram in Form eines metaphysischen Gleichnisses. Ein Chaos und Ordnung vereinigendes Konzept durchdringt dieses Werk, das ab der ersten Einstellung unweigerlich in den Bann zieht. Die (weibliche) Taube, die vom (männlichen) Falken gerissen wird, ist das erste von vielen sinnbildlichen Erscheinungen. (Blickpunkt:Film)
Die junge Malerin Ana (Manuela Vellés) verlässt das Idyll auf ihrer Heimatinsel Ibiza und ihren Vater Klaus (Matthias Habich), um sich von der Mäzenin Justine (Charlotte Rampling) in deren Madrider Künstlergemeinschaft fördern zu lassen. Im ungewohnten Chaos der Großstadt lässt sie ihrer Entwicklung freien Lauf, erlebt ihre erste Liebe und die erste intensive Trennung. Die Suche nach dem verlorenen Geliebten Said (Nicolas Cazalé) führt Ana zu sich selbst, ihrem früheren Leben und ihrer schicksalhaften Bestimmung.
»Caótica Ana« erzählt von einer intensiven und sinnlichen Reise und ist eine Liebeserklärung an die Frauen – an ihren Mut und ihre Stärke. Zugleich eine Hommage an das Leben und die Liebe.
(Prokino Filmverleih)
Julio Medem zählt neben Pedro Almodóvar und Alejandro Amenábar zu den wichtigsten spanischen Regisseuren unserer Zeit. Seine Fantasie, seine Kreativität, seine visionäre Art, Metaphern auf die Liebe, das Leben und den Tod zu filmen, kombiniert mit einem untrüglichen Gespür für seine Schauspielerinnen, haben Medem international einen hervorragenden Ruf beschert. Seine – trotz der zeitlosen Geschichten, die er erzählt – immer aktuelle und politische Haltung hat Medem zu einer herausragenden Persönlichkeit im europäischen Kino gemacht.
Medem, 1958 in San Sebastián geboren, absolvierte vor seiner Filmkarriere zunächst ein Medizinstudium, bei dem er den Schwerpunkt auf die Psychotherapie legte. Dieser Einfluss spiegelt sich auch in seinen Filmen wider: Seine Geschichten ähneln Forschungsreisen in die menschliche Psyche, bei denen die Protagonisten auf verborgene Ängste stoßen, die sie vor existenzielle Wendepunkte und Entscheidungen stellen. In Medems Filmen sind die Grenzen zwischen Traum und Realität sowie Leben und Tod oft fließend.
Auch in »Caótica Ana« bleibt Julio Medem seinen Themen treu, die schon aus »Die Liebenden des Polarkreises« (1998) und »Lucía und der Sex« (2001) bekannt sind: das Leben als ungebrochenes Kontinuum, die Verstrickung der Schicksale und die unzerstörbare Kraft der Liebe.
Thematisch und erzählerisch bewegen sich seine Filme, dem Leben gleich, in ewigen Kreisläufen. Scheinbar chaotisch angelegt, ist der sogenannte »Zufall« das Regelwerk der Existenz und nur durch die Macht der Schaffenskraft zu steuern. Diese schreibt der baskische Kinovisionär in seinen Filmen eindeutig den Frauen zu: Mit Manuela Vellés als Ana hat Medem erneut eine starke Protagonistin gefunden, die als Künstlerin und Frau von ihrem Unterbewusstsein gelenkt wird, dabei jedoch nie den Kontakt mit der Gegenwart aufgibt. Eine Traumwandlerin und sinnliche Pragmatikerin, die innig mit der Welt verbunden ist und aus ihr schöpft – jedoch auch von ihr ausgezehrt wird.
Damit steht Medem auf seine eigene Weise in der Tradition des modernen spanischen Kinos, in dem geheimnisvolle, intensive Frauenfiguren eine wichtige Rolle spielen, akzentuiert durch eine magische Bildsprache und elegische Erzählweise. In seinem speziellen Fall zeigt sich seine Faszination von starken Frauen auch in der Zusammenstellung des Teams: Bei »Caótica Ana« arbeitete Medem unter anderem mit der Szenenbildnerin Montse Sanz (»Die Liebenden des Polarkreises«, »Lucía und der Sex«), der Casterin Sara Bilbatúa und der Komponistin Jocelyn Pook zusammen – Schlüsselfiguren für die sinnliche Atmosphäre seines Films.
In traumhaft poetischen Bildern gefilmt, ist »Caótica Ana« eine Meditation über Leben, Liebe und Verlust, eine Reise von mythischer Dimension und eine Hommage an das Natürliche, Feminine, Feministische. Und ein weiterer Beweis der originär eigenen Filmsprache des »Meisters des metaphysischen Melodrams« (Hans Schifferle): Julio Medems Filme sind Einladungen, sich alle Facetten der Existenz bewusst zu machen und dazu alle Sinne einzusetzen. Letztlich sind sie Appelle an das Sehen: Lebe – und das mit weit geöffneten Augen!
(Prokino Filmverleih)
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