Giwi Margwelaschwili
»Vom Tod eines alten Lesers«
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Vom Tod eines alten Lesers
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| Autor(en) |
Giwi Margwelaschwili |
| Rubrik |
Bücher & Literatur |
| Genre |
Erzählungen & Essays |
| Buchverlag |
Verbrecher Verlag |
| ISBN |
978-3-940426147 |
| Veröffentlichungsdatum |
20.11.2008 |
| Umfang |
160 Seiten |
| Preis |
19,90 EUR
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Giwi Margwelaschwili
»Vom Tod eines alten Lesers«
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Sie war die Strophenkönigin des Dichters, seine Versweltprinzessin und wohnte in prunkvollen Wortsälen und herrlich klingenden Satzgemächern. Ihr Sein war Sinn, ihr Leben ein selig entzücktes Lesen in dem Zeilenmärchenschloss, das er ihr einmal in einer Nacht aufschrieb.
Ein alter Mann wird tot aufgefunden, sein Kopf liegt auf dem Buch, in dem er eben noch ein Gedicht gelesen hatte. Der Geist des alten Mannes jedoch lebt in dem Gedicht weiter, darauf hoffend, die Leserinnen und Leser auf die verborgenen Schönheiten des lyrischen Textes aufmerksam machen zu können.
In einer anderen Erzählung sieht sich die Buch- und Versweltverwaltung genötigt, einen alten Diktator, dem es in seinem Geschichtsbucheintrag zu eng geworden ist, mit der Selbstlektüre seiner Werke zu beschäftigen – bis er um Gnade bittet! Kann sie außerdem den Reiter vom Bodensee davor retten, nach der Überwindung der Gefahr doch noch sterben zu müssen?
In den sechs Erzählungen von Giwi Margwelaschwili wird die Welt der Texte, wie wir sie kennen, auf den Kopf gestellt und kräftig durchgeschüttelt. Und das sehr zur Unterhaltung seiner Leserinnen und Leser!
(Verbrecher Verlag)
Wer gern mal über das Phänomen Literatur nachsinnt und darüber lesen möchte, der nimmt diesen Erzählungsband wie einen Thriller auf. (Lausitzer Rundschau)
Giwi Margwelaschwili wurde 1927 als Sohn georgischer Emigranten in Berlin geboren. Seine Mutter starb, als er vier Jahre alt war. Sein Vater lehrte Philosophie und Orientalistik. 1946 wurde er zusammen mit seinem Sohn vom sowjetischen Geheimdienst NKWD entführt. Der Vater wurde ermordet, Giwi Margwelaschwili in Sachsenhausen interniert, anschließend nach Georgien verschleppt. Dort lehrte er Deutsch. Erst 1987 konnte er nach Deutschland ausreisen.
Margwelaschwili begleitete eine Unzahl von in der Emigration auf Deutsch geschriebenen Romanen und Erzählungen. 1994 erhielt er die deutsche Staatsbürgerschaft und ein Ehrenstipendium des Bundespräsidenten. 1995 erhielt er den »Brandenburgischen Literatur- Ehrenpreis« für sein Gesamtwerk, 2006 die Goethe-Medaille, 2008 das Bundesverdienstkreuz. Er ist Mitglied des P.E.N und lebt in Berlin. Werke u.a.: »Muzal – ein georgischer Roman«, »Das böse Kapitel«, »Kapitän Wakusch«, »Der ungeworfene Handschuh«.
(Verbrecher Verlag)
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